Scherzonen

Augengneis-Mylonit der Mesta-Einheit, Rhodopen, SW-Bulgarien. Die Asymmetrie der Sigmakleisten zeigt sinistrale, westvergente Scherung an.
Foto: Jan Pleuger
Zerscherte prä- und syntektonische Gänge in der Borovica-Scherzone (bei Zlatograd in den Rhodopen, Südbulgarien). Von links oben nach rechts unten verlaufende Gänge sind durch die Scherung gestreckt und teilweise boudiniert worden, während subhorizontal und von oben rechts nach unten links verlaufende Gänge durch Faltung verkürzt worden sind. Die Verformung der Gänge zeigt einen sinistralen, nordvergenten Schersinn an. (s. Jahn-Awe et al., 2012).
Foto: Jan Pleuger
Zerscherte Paragneise in der Borovica-Scherzone (bei Zlatograd in den Rhodopen, Südbulgarien). Eine Quarzader ist entlang Scherbändern boudiniert worden; ein kleines Boudin rechts der Mitte des Bildes formt einen Sigmaklasten. Sowohl die Scherbänder als auch der Klast zeigen einen sinistralen, nordvergenten Schersinn an (s. Jahn-Awe et al., 2012).
Foto: Jan Pleuger
Sigmaklast in Myloniten der insubrischen Linie zwischen Pizzo Leone und Corona dei Pinci (bei Locarno, Tessin, Schweiz). Der Schersinn ist (auch im Kartenbild) dextral.
Foto: Jan Pleuger
Zerscherte prä- und syntektonische Gänge in der Borovica-Scherzone (bei Zlatograd in den Rhodopen, Südbulgarien). Ein recht schmaler, feinkörniger magmatischer Gang ist boudiniert worden, wobei die Boudins selbst die Form von Sigmaklasten angenommen haben. Diese Klasten zeigen einen sinistralen, nordvergenten Schersinn an (s. Jahn-Awe et al., 2012).
Foto: Jan Pleuger
Sandstein mit Lagen unterschiedlicher Korngrößen. Die grobkörnige Bank in der Mitte zeigt beginnende Boudinage, wobei die Boudinhälse mit feinkörnigerem Material gefüllt sind (Gesteinsblock unbekannter Herkunft, aufgenommen in Nordostslowenien).
Foto: Jan Pleuger
Blick aus der Gegend des San Bernardino-Passes (Graubünden) nach Süden. Die Gebirgstopographie zeichnet das nach Osten gerichtete Einfallen der auch im Vordergrund zu sehenden intensiv mylonitisierten Gesteine der Aduladecke nach.
Foto: Jan Pleuger
Blick aus der Gegend des San Bernardino-Passes (Graubünden) nach Osten. Die Gesteine im Vorder- und Mittelgrund sind Para- bzw. Orthogneismylonite der Aduladecke. Der Berg im zentralen Hintergrund ist der Piz Uccello. Er besteht aus ebenfalls stark zescherten Phylliten, Kalkschiefern, Marmoren und Grünschiefern, die aus dem Walliser (Nordpenninischen) Ozean stammen. Rechts im Hintergrund (Piz de la Lumbreida) stehen eher schwach verformte Gneise der Tambodecke an. Die Aduladecke und die Tambodecke repräsentieren den ehemaligen europäischen Kontinentalrand bzw. den ehemals südlich des Walliser Ozeans befindlichen, vermutlich mit Iberia zusammenhängenden Briançonnais-Mikrokontinent (s. Pleuger et al., 2003, 2008; Froitzheim et al., 2003).
Foto: Jan Pleuger
In die Aduladecke (nahe des San-Bernardino-Passes, Graubünden) eingeschuppte triassische Metasedimente zeigen Boudinage und Faltung von Dolomitmarmor (gelblich) in Kalkmarmormatrix (bläulich).
Foto: Jan Pleuger
In die Aduladecke (nahe des San-Bernardino-Passes, Graubünden) eingeschuppter triassischer Dolomitmarmor ist boudiniert; ebenfalls triassischer Quarzit füllt den Boudinhals.
Foto: Jan Pleuger
Ein in die Sesiazone (Val Vigezzo, Piemont, Italien) eingedrungener Porphyritgang ist überwiegen schwach, entlang schmaler Scherzonen jedoch intensiv zerschert worden. Der Gang ist prätektonisch zu Scherbewegungen an der insubrischen Linie.
Foto: Jan Pleuger
Durch das Tälchen (westlich Corona dei Pinci, bei Locarno, Tessin) verläuft die Grenze zwischen Südalpen (Gneise der Serie dei Laghi, links) und pennischen Alpen (Gneise der Sesiazone, rechts).
Foto: Jan Pleuger